Agentur, Freelancer oder Baukasten — was passt zu Dir?

Wer eine Website braucht, steht vor der Frage: Selbst bauen mit Wix oder Squarespace, einen Freelancer beauftragen oder eine Agentur engagieren? Alle drei Wege führen zu einer Website. Aber nicht alle führen ans gleiche Ziel.

Welche Option für Dich die richtige ist, hängt von einem ab: Was soll Deine Website leisten?

Unternehmer vergleicht Optionen für Website-Erstellung: Agentur, Freelancer oder Baukasten
Inhaltsverzeichnis
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    Der Baukasten: Günstig einsteigen, schnell online

    Wix, Squarespace, Jimdo. Mit diesen Tools hat jeder in wenigen Stunden eine Website. Kein Programmierwissen nötig, die Kosten sind überschaubar, und der Einstieg ist denkbar einfach.

    Klingt gut. Ist es auch, für bestimmte Situationen.

    Wo Baukastensysteme an ihre Grenzen stoßen: Du bist in einem System gefangen. Individuelles Design, komplexe Funktionen, saubere SEO-Struktur, schnelle Ladezeiten. Das wird mit einem Baukasten schwierig oder unmöglich. Und Deine Zeit hat einen Wert. Wer vier Stunden an der eigenen Website bastelt, hätte in dieser Zeit lieber ein Kundengespräch führen sollen.

    Ein Baukasten macht Sinn, wenn Du ein kleines Nebenprojekt oder eine Visitenkarte online brauchst. Wenn Deine Website aber Kunden gewinnen soll, wird ein Baukasten zur Wachstumsbremse.

    Der Freelancer: Persönlich, flexibel, solo

    Ein guter Freelancer ist oft günstiger als eine Agentur und arbeitet persönlicher. Du hast eine Ansprechperson, die Kommunikation ist direkt, und viele Freelancer bringen echtes Handwerk mit.

    Aber ein Freelancer ist eine Person. Wenn sie krank wird, im Urlaub ist oder sich umorientiert, wartest Du. Und die wenigsten Freelancer sind gleichzeitig stark in Design, Entwicklung, SEO und Texten. Du bekommst, wofür diese eine Person ausgebildet ist. Alles andere musst Du anderswo holen oder selbst machen.

    Freelancer sind eine gute Wahl für klar begrenzte Projekte mit kleinem Budget. Für eine Website, die langfristig funktionieren und wachsen soll, stößt Du schnell an Grenzen.

    Die Agentur: Rundum betreut, langfristig gedacht

    Eine Agentur bringt ein ganzes Team mit. Designer, Entwickler, SEO-Spezialisten, Texter. Wenn eine Person ausfällt, übernimmt jemand anderes. Kein Projekt bleibt liegen.

    Das Wichtigere ist aber die Perspektive. Eine gute Agentur denkt nicht in Projekten, sondern in Ergebnissen. Die Frage ist nicht “Wie sieht die Website aus?”, sondern “Wie viele Anfragen bringt sie Dir?”

    Dafür ist der Einstiegspreis höher. Eine professionelle Website von einer Agentur kostet mehr als ein Freelancer-Projekt. Aber sie ist auch darauf ausgelegt, über Jahre zu funktionieren, gefunden zu werden und Leads zu generieren.

    Agenturen machen Sinn, wenn Deine Website ein zentrales Werkzeug in Deinem Business ist. Wenn Du Kunden über Google gewinnen willst. Wenn Du nicht jedes Jahr von vorne anfangen möchtest.

    Was kostet welche Option?

    Grobe Orientierung, damit Du weißt, worauf Du Dich einlässt:

    • Baukasten: 10 bis 50 Euro pro Monat, dazu Deine eigene Zeit
    • Freelancer: 1.000 bis 8.000 Euro für eine Website, je nach Umfang und Erfahrung
    • Agentur: ab ca. 2.000 Euro, je nach Umfang und Anforderungen

    Wichtig: Der Preis allein sagt wenig aus. Entscheidend ist, was Du für Dein Geld bekommst. Eine 2.000-Euro-Website, die niemand findet, ist teurer als eine 6.000-Euro-Website, die regelmäßig Anfragen bringt.

    Die richtige Frage ist nicht “Was ist günstiger?”

    Viele Unternehmer wählen nach Preis. Das ist verständlich, aber kurzsichtig. Die bessere Frage ist: Was soll meine Website für mich tun?

    Wenn die Antwort ist “Online präsent sein”, reicht oft ein Baukasten. Wenn die Antwort ist “Kunden gewinnen, Vertrauen aufbauen, bei Google gefunden werden”, brauchst Du mehr als ein selbst zusammengeklicktes Template.

    Und noch eine ehrliche Frage an Dich selbst: Hast Du die Zeit und die Lust, Dich dauerhaft um Deine Website zu kümmern? Updates, Sicherheit, Inhalte, Technik. Ein Baukasten lässt Dich nicht einfach in Rente gehen. Der Aufwand liegt nur woanders.

    Unser Rat

    Nimm Dir fünf Minuten und beantworte diese drei Fragen:

    • Wie viel Umsatz soll meine Website pro Jahr einbringen oder anbahnen?
    • Wie viele Stunden pro Monat kann ich selbst in meine Website investieren?
    • Will ich einen Ansprechpartner, der mitdenkt, oder nur jemanden, der umsetzt?

    Die Antworten zeigen Dir schnell, welcher Weg der richtige ist. Wenn Du dabei eine zweite Meinung möchtest, schreib uns einfach an. Wir sehen uns Deine aktuelle Situation an und geben Dir eine ehrliche Einschätzung, ohne Verkaufsdruck.

    Bereit, Deine Online-Präsenz auf das nächste Level zu heben?

    Du hast Fragen oder möchtest mehr erfahren? Dann zögere nicht, uns zu kontaktieren!

    Häufig gestellte Fragen

    Ein Baukasten eignet sich für sehr kleine Projekte ohne komplexe Anforderungen, wenn das Budget knapp ist und die Website nur als digitale Visitenkarte dient. Sobald SEO, individuelle Funktionen oder eine klare Conversion-Strategie wichtig sind, stößt man schnell an Grenzen.

    Gute Freelancer liegen für eine solide Website zwischen 1.500 und 4.000 Euro. Agenturen starten oft bei 3.000 Euro aufwärts. Der Preisunterschied spiegelt sich in der Teamgröße, dem Leistungsumfang und der Verfügbarkeit wider.

    Das ist das größte Risiko bei Freelancern. Wenn jemand krank wird oder aufhört, steht man ohne Ansprechpartner da. Deshalb ist es wichtig, alle Zugänge selbst zu besitzen und auf Übergabedokumentation zu bestehen. Eine Agentur hat hier strukturelle Vorteile durch ein festes Team.

    Für einen Online-Shop empfiehlt sich eine Agentur oder ein auf E-Commerce spezialisierter Freelancer. Baukästen decken einfache Shops ab, aber sobald Lagermengen, Varianten und Versandregeln komplex werden, braucht es WooCommerce oder Shopify mit professioneller Einrichtung.

    Optisch ja, aber das Problem liegt in der technischen Basis: Ladezeiten, SEO-Möglichkeiten und Individualität sind bei Baukästen eingeschränkt. Wer regelmäßig über Google gefunden werden will, ist mit WordPress oder einer professionellen Lösung besser beraten.

    Schau Dir Referenzprojekte an und prüfe ob die verlinkten Websites schnell laden, mobil funktionieren und gut aussehen. Frag nach Erreichbarkeit und kläre was nach der Projektübergabe passiert. Bewertungen auf Google oder LinkedIn geben zusätzliche Sicherheit.

    Der Author

    Portrait von Tom Schuller, dem Eigentümer von "Die Marketing Nerds"

    Tom Schuller

    Digitalagentur-Gründer. WordPress-Nerd. Schreibt worüber er arbeitet.

    Ich beschäftige mich seit Jahren mit WordPress, SEO und dem was Websites wirklich erfolgreich macht. Im Magazin schreib ich über das was ich täglich in der Praxis erlebe – ohne Theorie-Blabla, dafür mit konkreten Tipps die Du direkt umsetzen kannst.

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