Der Baukasten: Günstig einsteigen, schnell online
Wix, Squarespace, Jimdo. Mit diesen Tools hat jeder in wenigen Stunden eine Website. Kein Programmierwissen nötig, die Kosten sind überschaubar, und der Einstieg ist denkbar einfach.
Klingt gut. Ist es auch, für bestimmte Situationen.
Wo Baukastensysteme an ihre Grenzen stoßen: Du bist in einem System gefangen. Individuelles Design, komplexe Funktionen, saubere SEO-Struktur, schnelle Ladezeiten. Das wird mit einem Baukasten schwierig oder unmöglich. Und Deine Zeit hat einen Wert. Wer vier Stunden an der eigenen Website bastelt, hätte in dieser Zeit lieber ein Kundengespräch führen sollen.
Ein Baukasten macht Sinn, wenn Du ein kleines Nebenprojekt oder eine Visitenkarte online brauchst. Wenn Deine Website aber Kunden gewinnen soll, wird ein Baukasten zur Wachstumsbremse.
Der Freelancer: Persönlich, flexibel, solo
Ein guter Freelancer ist oft günstiger als eine Agentur und arbeitet persönlicher. Du hast eine Ansprechperson, die Kommunikation ist direkt, und viele Freelancer bringen echtes Handwerk mit.
Aber ein Freelancer ist eine Person. Wenn sie krank wird, im Urlaub ist oder sich umorientiert, wartest Du. Und die wenigsten Freelancer sind gleichzeitig stark in Design, Entwicklung, SEO und Texten. Du bekommst, wofür diese eine Person ausgebildet ist. Alles andere musst Du anderswo holen oder selbst machen.
Freelancer sind eine gute Wahl für klar begrenzte Projekte mit kleinem Budget. Für eine Website, die langfristig funktionieren und wachsen soll, stößt Du schnell an Grenzen.
Die Agentur: Rundum betreut, langfristig gedacht
Eine Agentur bringt ein ganzes Team mit. Designer, Entwickler, SEO-Spezialisten, Texter. Wenn eine Person ausfällt, übernimmt jemand anderes. Kein Projekt bleibt liegen.
Das Wichtigere ist aber die Perspektive. Eine gute Agentur denkt nicht in Projekten, sondern in Ergebnissen. Die Frage ist nicht “Wie sieht die Website aus?”, sondern “Wie viele Anfragen bringt sie Dir?”
Dafür ist der Einstiegspreis höher. Eine professionelle Website von einer Agentur kostet mehr als ein Freelancer-Projekt. Aber sie ist auch darauf ausgelegt, über Jahre zu funktionieren, gefunden zu werden und Leads zu generieren.
Agenturen machen Sinn, wenn Deine Website ein zentrales Werkzeug in Deinem Business ist. Wenn Du Kunden über Google gewinnen willst. Wenn Du nicht jedes Jahr von vorne anfangen möchtest.
Was kostet welche Option?
Grobe Orientierung, damit Du weißt, worauf Du Dich einlässt:
- Baukasten: 10 bis 50 Euro pro Monat, dazu Deine eigene Zeit
- Freelancer: 1.000 bis 8.000 Euro für eine Website, je nach Umfang und Erfahrung
- Agentur: ab ca. 2.000 Euro, je nach Umfang und Anforderungen
Wichtig: Der Preis allein sagt wenig aus. Entscheidend ist, was Du für Dein Geld bekommst. Eine 2.000-Euro-Website, die niemand findet, ist teurer als eine 6.000-Euro-Website, die regelmäßig Anfragen bringt.
Die richtige Frage ist nicht “Was ist günstiger?”
Viele Unternehmer wählen nach Preis. Das ist verständlich, aber kurzsichtig. Die bessere Frage ist: Was soll meine Website für mich tun?
Wenn die Antwort ist “Online präsent sein”, reicht oft ein Baukasten. Wenn die Antwort ist “Kunden gewinnen, Vertrauen aufbauen, bei Google gefunden werden”, brauchst Du mehr als ein selbst zusammengeklicktes Template.
Und noch eine ehrliche Frage an Dich selbst: Hast Du die Zeit und die Lust, Dich dauerhaft um Deine Website zu kümmern? Updates, Sicherheit, Inhalte, Technik. Ein Baukasten lässt Dich nicht einfach in Rente gehen. Der Aufwand liegt nur woanders.
Unser Rat
Nimm Dir fünf Minuten und beantworte diese drei Fragen:
- Wie viel Umsatz soll meine Website pro Jahr einbringen oder anbahnen?
- Wie viele Stunden pro Monat kann ich selbst in meine Website investieren?
- Will ich einen Ansprechpartner, der mitdenkt, oder nur jemanden, der umsetzt?
Die Antworten zeigen Dir schnell, welcher Weg der richtige ist. Wenn Du dabei eine zweite Meinung möchtest, schreib uns einfach an. Wir sehen uns Deine aktuelle Situation an und geben Dir eine ehrliche Einschätzung, ohne Verkaufsdruck.