Im Internet kursieren zwei Extreme. Die einen sagen, ein Shop ist für 29 Euro im Monat mit Shopify erledigt. Die anderen zitieren Angebote von 20.000 Euro aufwärts. Beides kann stimmen, aber beides ohne Kontext ist nutzlos.
Was Du wirklich brauchst, hängt davon ab, was Du verkaufst, an wen, in welchem Volumen, und wie viel Du selbst beisteuern kannst und willst.
Was ein Online Shop in Österreich wirklich kostet
Hier sind realistische Kategorien, keine Traumpreise:
Einfacher Shop mit Standard-Theme (2.500 bis 5.000 Euro): WooCommerce mit einem professionellen Theme, bis zu 50 Produkte, Zahlungsanbieter-Integration, rechtliche Grundkonfiguration (Impressum, AGB, Datenschutz), mobil optimiert. Das ist der Einstieg für EPUs und kleine Unternehmen, die ein klares, überschaubares Sortiment haben.
Individueller Shop mit eigenem Design (5.000 bis 15.000 Euro): Maßgeschneidertes Design, das zu Deiner Marke passt, komplexere Produktstrukturen wie Varianten, Konfiguratoren oder digitale Produkte, erweiterte Filterfunktionen, Schnittstellen zu Buchhaltungssoftware wie Lexware oder BMD. Das ist die realistische Kategorie für etablierte Unternehmen.
Komplexer Shop mit Systemintegration (15.000 Euro und mehr): Wenn ein Warenwirtschaftssystem angebunden werden muss, Tausende Produkte importiert werden, Mehrsprachigkeit gebraucht wird oder B2B-Funktionen wie Kundengruppen und individuelle Preislisten gefragt sind.
Dazu kommen laufende Kosten: Hosting (15 bis 50 Euro monatlich), eventuelle Plugin-Lizenzen (100 bis 500 Euro jährlich) und Wartung oder Betreuung durch eine Agentur.
Was den Preis bestimmt
Die Anzahl der Produkte. 20 Produkte einzupflegen ist eine andere Aufgabe als 2.000. Wer viele Produkte hat, braucht oft einen Import-Prozess aus einer Tabelle oder einem bestehenden System. Das kostet Zeit.
Das Design. Ein Standard-Theme, das angepasst wird, ist deutlich günstiger als ein komplett individuelles Design. Der Unterschied ist nicht nur Optik, sondern auch Entwicklungszeit.
Die Zahlungsanbieter. PayPal ist schnell eingebunden. Kreditkarten über einen österreichischen Acquiring-Partner wie Hobex oder Concardis, EPS-Online-Banking und Ratenzahlung über Klarna brauchen mehr Konfiguration und manchmal Verträge, die Du selbst abschließen musst.
Die rechtliche Konfiguration. AGB, Widerrufsrecht, korrekte Preisdarstellung mit Mehrwertsteuer, Cookie-Consent, DSGVO-konformes Tracking. Das klingt trocken, ist aber Pflicht und braucht Zeit zur korrekten Umsetzung.
Die Inhalte. Produktfotos, Produkttexte, Kategorietexte: Wenn Du das lieferst, spart das Agenturkosten. Wenn die Agentur das übernehmen soll, kommt es dazu.
Wie der Ablauf mit einer Agentur aussieht
Ein seriöser Shop-Launch mit einer Agentur läuft typischerweise in diesen Phasen ab:
- Briefing und Konzept: Was soll der Shop können? Welche Produkte, welche Zielgruppe, welche Zahlungsmittel, welche Schnittstellen? Hier werden die Anforderungen definiert und ein Angebot erstellt.
- Design: Entweder Anpassung eines bestehenden Themes oder Entwicklung eines individuellen Designs. Du siehst Entwürfe, gibst Feedback, das Design wird finalisiert.
- Entwicklung: Shop-System aufsetzen, Design umsetzen, Plugins konfigurieren, Zahlungsanbieter anbinden, Produktstruktur anlegen.
- Content-Integration: Produkte einpflegen, Texte und Fotos importieren oder erstellen, Kategorien strukturieren.
- Rechtliche Konfiguration: AGB, Impressum, Datenschutz, Widerrufsbelehrung einbauen. Meist in Abstimmung mit einem Anwalt oder über einen rechtssicheren Textservice.
- Testing: Bestellprozess durchspielen, Zahlungen testen, Mobile-Ansicht prüfen, Ladezeiten optimieren.
- Launch und Übergabe: Shop geht live, Du bekommst eine Einschulung in die Verwaltung, Benutzerhandbuch oder Dokumentation.
Von Briefing bis Launch sind bei einem einfachen Shop vier bis acht Wochen realistisch. Komplexere Projekte brauchen entsprechend länger.
Was Du selbst vorbereiten kannst
Je mehr Du vor dem Projektstart lieferst, desto günstiger und schneller wird das Projekt. Diese Dinge solltest Du vorbereiten:
- Vollständige Produktliste mit Name, Beschreibung, Preis, Varianten und Lagerbestand
- Produktfotos in guter Qualität, freigestellt oder auf neutralem Hintergrund
- Logo in Vektorformat (AI, EPS oder SVG)
- Farben und Schriften Deiner Marke
- Zugang zu Deiner Domain und Deinem Hosting (oder Bereitschaft, beides neu einzurichten)
- AGB und Datenschutztexte, am besten vom Anwalt geprüft
Worauf Du bei der Agenturwahl achten solltest
Referenzprojekte ansehen. Hat die Agentur schon Online Shops umgesetzt, die Du Dir anschauen kannst? Laufen diese schnell, sehen sie auf dem Handy gut aus, funktioniert der Bestellprozess reibungslos?
Was passiert nach dem Launch? Wer betreut den Shop, wenn ein Plugin-Update Probleme macht? Wer hilft, wenn Du Fragen zur Verwaltung hast? Eine Agentur ohne klares Angebot für die Zeit nach dem Launch ist ein Risiko.
Wer schreibt die rechtlichen Texte? AGB und Datenschutz sind keine Kleinigkeit. Manche Agenturen bieten das als Service an, andere nicht. Klär das im Vorfeld.
Ist Conversion-Optimierung im Scope? Ein schön aussehendes Shop-Design ist noch kein verkaufender Shop. Conversion Optimierung macht den Unterschied, ob Besucher zu Käufern werden. Das sollte von Anfang an mitgedacht werden.
Wenn Du weißt, was Du brauchst, und wissen möchtest, was das bei uns kostet: Wir setzen WooCommerce Shops für Unternehmen in Graz und der Steiermark um und begleiten Dich von der ersten Idee bis zum fertigen Shop. Meld Dich gern für ein unverbindliches Erstgespräch.