Was kostet eine Website in Österreich?

Was kostet eine Website in Österreich? Wer verschiedene Anbieter fragt, bekommt sehr unterschiedliche Antworten: 500 Euro, 3.000 Euro, 15.000 Euro. Alle drei Zahlen können stimmen.

Website-Bauplan auf einer Werkstattwand mit orange markierter Kosten-Spalte.
Inhalt
  1. 01 Was kostet eine professionelle Website?
  2. 02 Warum Website-Preise so unterschiedlich sind
  3. 03 Welche Faktoren den Preis beeinflussen
  4. 04 Preisbereiche: Onepager, KMU-Website, Relaunch, individuelle Website
  5. 05 Homepage erstellen lassen: Was ist im Preis enthalten?
  6. 06 Laufende Kosten nach dem Launch
  7. 07 Agentur, Freelancer oder Baukasten: Was passt zu Euch?
  8. 08 Was eine günstige Website später teuer machen kann

Was kostet eine professionelle Website?

Für eine professionelle Website ohne Onlineshop zahlt Ihr in Österreich typischerweise zwischen 1.500 und 8.000 Euro, je nach Umfang, Design und Anbieter. Das ist eine ehrliche Spanne, die viele Projekte abdeckt, aber keine universelle Wahrheit.

Anbieter-TypEinmalkosten (netto)Was Ihr bekommt
Baukasten (Wix, Squarespace, Jimdo)0 bis 100 Euro SetupTemplate-Design, eingeschränkte Kontrolle, monatliche Abo-Kosten
WordPress selbst gebaut200 bis 800 EuroHosting, Theme, Plugins; Zeit und Know-how braucht Ihr selbst
Freelancer800 bis 2.500 EuroIndividuelle Umsetzung, variiert stark nach Erfahrung
Agentur (KMU-Website)1.500 bis 4.500 EuroKonzept, Design, Texte teilweise, SEO-Basis, Betreuung
Agentur (umfangreich)4.500 bis 12.000 EuroIndividuelle Gestaltung, komplexe Funktionen, Content-Strategie
WooCommerce / Onlineshop3.000 bis 15.000 Euro+Produktkatalog, Checkout, Zahlungsanbindung, Logistik-Integration

Diese Zahlen sind Richtwerte. Sie geben Euch eine Orientierung, ersetzen aber kein konkretes Angebot auf Basis Eurer Anforderungen.

Warum Website-Preise so unterschiedlich sind

Zwei Websites können äußerlich ähnlich aussehen und trotzdem um den Faktor 10 im Preis auseinanderliegen. Das verwirrt viele, die zum ersten Mal eine Website beauftragen wollen.

Der Grund: Was eine Website „ist“, unterscheidet sich je nach Perspektive stark.

Für einen Baukasten-Anbieter ist eine Website ein befülltes Template. Für eine Agentur ist sie ein Kommunikationswerkzeug, das auf Euer Unternehmen zugeschnitten ist, in Suchmaschinen gefunden werden soll, Besucher zu Kunden machen soll und technisch stabil und wartbar sein muss.

Diese unterschiedlichen Definitionen erklären die Preisunterschiede. Ein günstiger Anbieter liefert oft nur die Hülle. Was darin passiert, also wie die Website bei Google rankt, ob sie Anfragen generiert, wie schnell sie lädt, wer sie wartet, das liegt dann bei Euch.

Das ist kein Vorwurf an günstige Angebote. Für manche Situationen ist ein Template-Website absolut ausreichend. Wer aber erwartet, dass eine 500-Euro-Website das Ergebnis einer 5.000-Euro-Website liefert, wird enttäuscht sein.

Welche Faktoren den Preis beeinflussen

Die wichtigsten Preistreiber bei einer Website-Erstellung:

Umfang und Seitenanzahl

Eine fünfseitige Unternehmensvorstellung kostet weniger als ein 30-seitiger Auftritt mit Karriereseite, Blog, Downloadbereich und Mehrsprachigkeit. Mehr Seiten bedeuten mehr Konzept, mehr Design, mehr Texte, mehr Tests.

Design

Ein angepasstes Template ist günstiger als ein komplett individuelles Layout. Wer ein besonderes Corporate Design hat, muss rechnen, dass die Umsetzung entsprechend aufwendiger wird.

Texte und Inhalte

Texte kosten Geld, egal ob Ihr sie selbst schreibt (Zeit) oder beauftragen lasst. Bei Agenturen ist Texter-Leistung oft nicht im Standardpreis enthalten. Fragt also konkret nach, was wirklich drinnen ist.

Technische Anforderungen

Kontaktformular und Google Maps sind Standard. Buchungssysteme, Mitgliederbereiche, Schnittstellen zu CRMs oder ERP-Systemen, mehrsprachige Inhalte: Das treibt den Preis spürbar nach oben.

SEO

Eine Website, die bei Google gefunden werden soll, braucht technische SEO-Basis, strukturierte Inhalte, schnelle Ladezeiten und eine saubere interne Verlinkung. Das kostet Planung und Umsetzungszeit, die nicht automatisch in jedem Angebot drin ist.

Anbieter

Freelancer haben niedrigere Fixkosten als Agenturen, aber auch weniger Ressourcen für komplexere Projekte. Eine erfahrene WordPress Agentur Graz bringt mehr Struktur, Qualitätskontrolle und Support.

Preisbereiche: Onepager, KMU-Website, Relaunch, individuelle Website

Onepager: 1.200 bis 2.500 Euro

Für EPUs, Freiberufler und Unternehmen mit einem klar definierten Angebot oft ausreichend. Alles auf einer Seite: Über uns, Leistungen, Kontakt. Schnell umsetzbar, überschaubar im Aufwand. Gut geeignet, wenn Ihr schnell online gehen wollt und noch keine breite Content-Strategie habt.

KMU-Unternehmenswebsite: 2.000 bis 5.000 Euro

Das ist der Bereich, der die meisten österreichischen KMU-Projekte abdeckt. Eine strukturierte Website mit fünf bis zwölf Seiten, WordPress als CMS, sauberer mobiler Darstellung, SEO-Basis und einem Kontaktformular. Bei uns in Graz starten KMU-Projekte bei rund 2.000 Euro netto und gehen je nach Umfang bis 5.000 Euro.

Website-Relaunch: 2.500 bis 7.000 Euro

Ein Relaunch ist kein Update. Es ist eine Neuentwicklung mit dem Vorteil, dass Inhalte und Struktur der alten Website als Ausgangsbasis dienen. Der Aufwand liegt oft ähnlich hoch wie bei einem Neuaufbau, weil Konzept, Design und Technik komplett neu gedacht werden. Dazu kommen: Weiterleitungen aller alten URLs, SEO-Sicherung, Datenübernahme.

Wer einfach nur das Design auffrischen will, aber Struktur und Technik gleich lassen möchte, zahlt weniger. Wer wirklich einen Neustart macht, sollte das Budget wie für eine neue Website kalkulieren.

Individuelle Website mit Sonderfunktionen: 5.000 bis 15.000 Euro+

Buchungstools, Kundenportale, API-Anbindungen, komplexe Filterlogik, WooCommerce-Shops mit vielen Produktvarianten: Das ist Entwicklungsarbeit, keine Template-Befüllung. Hier zahlt Ihr für maßgeschneiderte Technik und Konzeptarbeit.

Homepage erstellen lassen: Was ist im Preis enthalten?

Das variiert stark. Bei einer seriösen Agentur oder einem erfahrenen Freelancer sollten folgende Leistungen klar im Angebot stehen oder zumindest besprochen sein:

In der Regel enthalten

  • Konzept und Strukturplanung
  • Design (Desktop und Mobile)
  • WordPress-Einrichtung mit Theme und Plugin-Auswahl
  • Technische SEO-Basis (Ladezeiten, Meta-Tags, sitemap.xml, robots.txt)
  • Kontaktformular
  • Grundlegende Schulung zur Bedienung
  • Übergabe mit Zugangsdaten

Oft nicht enthalten (fragt immer nach)

  • Texte (Copywriting)
  • Professionelle Fotos oder Videos
  • Logo-Erstellung oder Grafikdesign
  • Laufende SEO-Betreuung und Content-Erstellung
  • Hosting und Domain
  • Wartungsvertrag nach Launch

Wenn Ihr Angebote vergleicht, prüft genau, was tatsächlich darin steckt. Ein Angebot über 1.200 Euro ohne Texte und ohne laufenden Support ist schwer mit einem Angebot über 3.500 Euro inklusive Copywriting und erstem Wartungsjahr zu vergleichen.

Laufende Kosten nach dem Launch

Eine Website verursacht auch nach dem Go-live Kosten. Diese werden gerne unterschätzt. Hier eine realistische Aufstellung für eine WordPress-Website in Österreich:

KostenartUngefähre Jahreskosten
Domain (.at oder .com)15 bis 30 Euro
Hosting (managed WordPress)120 bis 480 Euro
SSL-Zertifikat0 bis 50 Euro (oft inklusive)
Premium-Plugins (Formular, SEO, Backup, Security)100 bis 400 Euro
Wartung und Updates300 bis 900 Euro
Optionale laufende Betreuung (SEO, Content)300 bis 1.500 Euro+
Gesamtca. 535 bis 3.360 Euro/Jahr

Wer diese laufenden Kosten nicht einplant, erlebt oft eine böse Überraschung: Eine Website, die niemand wartet, wird langsam, unsicher, und fällt irgendwann aus.

Mehr dazu, was bei der laufenden Website-Betreuung wirklich anfällt und warum Wartung kein Luxus ist, sondern Betriebsinfrastruktur.

Agentur, Freelancer oder Baukasten: Was passt zu Euch?

Keine dieser Optionen ist grundsätzlich besser oder schlechter. Die Frage ist, was Ihr braucht.

Baukasten (Wix, Squarespace, Jimdo)

Günstig im Start, aber monatliche Kosten summieren sich. Eingeschränkte Kontrolle über Technik und Design. Kein eigener Code, kein eigenes Hosting. Gut für sehr einfache Projekte oder als temporäre Lösung. Weniger geeignet, wenn Ihr ernsthaft bei Google gefunden werden wollt oder in ein paar Jahren skalieren möchtet.

Freelancer

Kann eine sehr gute Wahl sein, besonders wenn Ihr einen erfahrenen Allrounder findet. Das Risiko: Freelancer-Qualität variiert stark, Verfügbarkeit ist nicht immer gesichert, und bei komplexen Projekten stoßen Einzelpersonen an Kapazitätsgrenzen.

Agentur

Kostet mehr, bietet aber mehr Struktur, Qualitätssicherung und Langzeitbetreuung. Besonders sinnvoll, wenn Ihr eine Website wollt, die aktiv Anfragen generiert, nicht nur „vorhanden“ ist.

Die Entscheidung hängt letztlich an drei Fragen: Wie wichtig ist die Website für Euer Geschäft? Welche laufende Unterstützung braucht Ihr? Was ist Euer Budget über die nächsten zwei bis drei Jahre?

Was eine günstige Website später teuer machen kann

Der Preis beim Aufbau ist nur ein Teil der Gleichung. Wer heute 800 Euro spart, zahlt das manchmal mehrfach, wenn:

Die Website bei Google nicht gefunden wird

Ohne technische SEO-Basis, saubere URL-Struktur und optimierte Ladezeiten hat eine Website einen schweren Start. Nachträglich SEO zu implementieren ist aufwendiger als es von Anfang an richtig zu machen. Mehr dazu auf unserer Seite zur SEO-Basis für Eure Website.

Design und Technik nach zwei Jahren veraltet sind

Günstige Templates werden oft nicht gepflegt. Wenn das zugrundeliegende Theme oder Plugin nicht mehr aktualisiert wird, entstehen Sicherheitslücken, und ein Relaunch wird unausweichlich.

Konversion ausbleibt

Eine Website, die viele Besucher hat, aber keine Anfragen generiert, kostet Geld ohne Ertrag. Wer Besucher zu Kunden machen will, braucht durchdachte Struktur, klare Calls-to-Action und manchmal aktive Conversion-Optimierung.

Der Wechsel zu einem neuen Anbieter Mehraufwand erzeugt

Wenn eine Website auf einem proprietären System aufgebaut wurde oder schlecht dokumentiert ist, kostet der Wechsel oft mehr als eine Neuerstellung.

Eine Website ist dann teuer, wenn sie nichts bringt. Nicht wenn das Angebot hoch ist.

Häufige Fragen

Was Du noch wissen solltest.

  • 01 Was kostet eine Website für ein kleines Unternehmen?

    Für ein kleines Unternehmen, ein EPU oder einen Freiberufler liegt der realistische Bereich bei einem professionellen Anbieter zwischen 1.500 und 4.000 Euro netto für eine schlank strukturierte Website mit fünf bis zehn Seiten, WordPress, mobilem Design und SEO-Basis. Günstigere Angebote sind möglich, aber prüft genau, was drin ist und was nicht.

  • 02 Was kostet es, eine Homepage erstellen zu lassen?

    Den Begriff "Homepage" verwenden viele als Synonym für die gesamte Website, nicht nur die Startseite. Wenn Ihr eine komplette Unternehmenswebsite meint: Rechnet in Österreich für einen professionellen Auftritt mit 1.500 bis 6.000 Euro, je nach Umfang und Anbieter. Bei uns starten KMU-Websites ab rund 2.000 Euro netto.

  • 03 Warum sind Agentur-Websites teurer als Baukasten-Websites?

    Weil eine Agentur nicht nur die Hülle liefert. Konzept, Strategie, individuelles Design, Texte, technische SEO, Tests, Schulung und Betreuung danach: Das ist Arbeitszeit von Menschen mit Erfahrung. Ein Baukasten liefert ein Template, das Ihr selbst befüllen müsst. Beides hat seinen Platz, aber es sind unterschiedliche Produkte.

  • 04 Welche laufenden Kosten hat eine Website?

    Rechnet mit 500 bis 2.500 Euro pro Jahr für Domain, Hosting, SSL, Plugins und Wartung. Wenn Ihr laufende SEO-Betreuung oder Content-Produktion dazunehmt, kann das mehr werden. Günstigere Setups sind möglich, aber unter 300 bis 400 Euro im Jahr läuft eine professionelle WordPress-Website kaum seriös.

  • 05 Wann lohnt sich ein Website-Relaunch?

    Ein Relaunch lohnt sich, wenn die aktuelle Website technisch veraltet ist (langsame Ladezeiten, kein Mobile-Design, veraltetes CMS), wenn Ihr Euer Angebot oder Eure Positionierung verändert habt, wenn Ihr mit der aktuellen Website keine Anfragen generiert, oder wenn eine Weiterentwicklung am bestehenden System teurer wäre als ein Neustart. Als grobe Faustregel: Nach fünf bis sieben Jahren ist ein Relaunch fast immer sinnvoll.

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