Was kostet eine professionelle Website?
Für eine professionelle Website ohne Onlineshop zahlt Ihr in Österreich typischerweise zwischen 1.500 und 8.000 Euro, je nach Umfang, Design und Anbieter. Das ist eine ehrliche Spanne, die viele Projekte abdeckt, aber keine universelle Wahrheit.
| Anbieter-Typ | Einmalkosten (netto) | Was Ihr bekommt |
|---|---|---|
| Baukasten (Wix, Squarespace, Jimdo) | 0 bis 100 Euro Setup | Template-Design, eingeschränkte Kontrolle, monatliche Abo-Kosten |
| WordPress selbst gebaut | 200 bis 800 Euro | Hosting, Theme, Plugins; Zeit und Know-how braucht Ihr selbst |
| Freelancer | 800 bis 2.500 Euro | Individuelle Umsetzung, variiert stark nach Erfahrung |
| Agentur (KMU-Website) | 1.500 bis 4.500 Euro | Konzept, Design, Texte teilweise, SEO-Basis, Betreuung |
| Agentur (umfangreich) | 4.500 bis 12.000 Euro | Individuelle Gestaltung, komplexe Funktionen, Content-Strategie |
| WooCommerce / Onlineshop | 3.000 bis 15.000 Euro+ | Produktkatalog, Checkout, Zahlungsanbindung, Logistik-Integration |
Diese Zahlen sind Richtwerte. Sie geben Euch eine Orientierung, ersetzen aber kein konkretes Angebot auf Basis Eurer Anforderungen.
Warum Website-Preise so unterschiedlich sind
Zwei Websites können äußerlich ähnlich aussehen und trotzdem um den Faktor 10 im Preis auseinanderliegen. Das verwirrt viele, die zum ersten Mal eine Website beauftragen wollen.
Der Grund: Was eine Website „ist“, unterscheidet sich je nach Perspektive stark.
Für einen Baukasten-Anbieter ist eine Website ein befülltes Template. Für eine Agentur ist sie ein Kommunikationswerkzeug, das auf Euer Unternehmen zugeschnitten ist, in Suchmaschinen gefunden werden soll, Besucher zu Kunden machen soll und technisch stabil und wartbar sein muss.
Diese unterschiedlichen Definitionen erklären die Preisunterschiede. Ein günstiger Anbieter liefert oft nur die Hülle. Was darin passiert, also wie die Website bei Google rankt, ob sie Anfragen generiert, wie schnell sie lädt, wer sie wartet, das liegt dann bei Euch.
Das ist kein Vorwurf an günstige Angebote. Für manche Situationen ist ein Template-Website absolut ausreichend. Wer aber erwartet, dass eine 500-Euro-Website das Ergebnis einer 5.000-Euro-Website liefert, wird enttäuscht sein.
Welche Faktoren den Preis beeinflussen
Die wichtigsten Preistreiber bei einer Website-Erstellung:
Umfang und Seitenanzahl
Eine fünfseitige Unternehmensvorstellung kostet weniger als ein 30-seitiger Auftritt mit Karriereseite, Blog, Downloadbereich und Mehrsprachigkeit. Mehr Seiten bedeuten mehr Konzept, mehr Design, mehr Texte, mehr Tests.
Design
Ein angepasstes Template ist günstiger als ein komplett individuelles Layout. Wer ein besonderes Corporate Design hat, muss rechnen, dass die Umsetzung entsprechend aufwendiger wird.
Texte und Inhalte
Texte kosten Geld, egal ob Ihr sie selbst schreibt (Zeit) oder beauftragen lasst. Bei Agenturen ist Texter-Leistung oft nicht im Standardpreis enthalten. Fragt also konkret nach, was wirklich drinnen ist.
Technische Anforderungen
Kontaktformular und Google Maps sind Standard. Buchungssysteme, Mitgliederbereiche, Schnittstellen zu CRMs oder ERP-Systemen, mehrsprachige Inhalte: Das treibt den Preis spürbar nach oben.
SEO
Eine Website, die bei Google gefunden werden soll, braucht technische SEO-Basis, strukturierte Inhalte, schnelle Ladezeiten und eine saubere interne Verlinkung. Das kostet Planung und Umsetzungszeit, die nicht automatisch in jedem Angebot drin ist.
Anbieter
Freelancer haben niedrigere Fixkosten als Agenturen, aber auch weniger Ressourcen für komplexere Projekte. Eine erfahrene WordPress Agentur Graz bringt mehr Struktur, Qualitätskontrolle und Support.
Preisbereiche: Onepager, KMU-Website, Relaunch, individuelle Website
Onepager: 1.200 bis 2.500 Euro
Für EPUs, Freiberufler und Unternehmen mit einem klar definierten Angebot oft ausreichend. Alles auf einer Seite: Über uns, Leistungen, Kontakt. Schnell umsetzbar, überschaubar im Aufwand. Gut geeignet, wenn Ihr schnell online gehen wollt und noch keine breite Content-Strategie habt.
KMU-Unternehmenswebsite: 2.000 bis 5.000 Euro
Das ist der Bereich, der die meisten österreichischen KMU-Projekte abdeckt. Eine strukturierte Website mit fünf bis zwölf Seiten, WordPress als CMS, sauberer mobiler Darstellung, SEO-Basis und einem Kontaktformular. Bei uns in Graz starten KMU-Projekte bei rund 2.000 Euro netto und gehen je nach Umfang bis 5.000 Euro.
Website-Relaunch: 2.500 bis 7.000 Euro
Ein Relaunch ist kein Update. Es ist eine Neuentwicklung mit dem Vorteil, dass Inhalte und Struktur der alten Website als Ausgangsbasis dienen. Der Aufwand liegt oft ähnlich hoch wie bei einem Neuaufbau, weil Konzept, Design und Technik komplett neu gedacht werden. Dazu kommen: Weiterleitungen aller alten URLs, SEO-Sicherung, Datenübernahme.
Wer einfach nur das Design auffrischen will, aber Struktur und Technik gleich lassen möchte, zahlt weniger. Wer wirklich einen Neustart macht, sollte das Budget wie für eine neue Website kalkulieren.
Individuelle Website mit Sonderfunktionen: 5.000 bis 15.000 Euro+
Buchungstools, Kundenportale, API-Anbindungen, komplexe Filterlogik, WooCommerce-Shops mit vielen Produktvarianten: Das ist Entwicklungsarbeit, keine Template-Befüllung. Hier zahlt Ihr für maßgeschneiderte Technik und Konzeptarbeit.
Homepage erstellen lassen: Was ist im Preis enthalten?
Das variiert stark. Bei einer seriösen Agentur oder einem erfahrenen Freelancer sollten folgende Leistungen klar im Angebot stehen oder zumindest besprochen sein:
In der Regel enthalten
- Konzept und Strukturplanung
- Design (Desktop und Mobile)
- WordPress-Einrichtung mit Theme und Plugin-Auswahl
- Technische SEO-Basis (Ladezeiten, Meta-Tags, sitemap.xml, robots.txt)
- Kontaktformular
- Grundlegende Schulung zur Bedienung
- Übergabe mit Zugangsdaten
Oft nicht enthalten (fragt immer nach)
- Texte (Copywriting)
- Professionelle Fotos oder Videos
- Logo-Erstellung oder Grafikdesign
- Laufende SEO-Betreuung und Content-Erstellung
- Hosting und Domain
- Wartungsvertrag nach Launch
Wenn Ihr Angebote vergleicht, prüft genau, was tatsächlich darin steckt. Ein Angebot über 1.200 Euro ohne Texte und ohne laufenden Support ist schwer mit einem Angebot über 3.500 Euro inklusive Copywriting und erstem Wartungsjahr zu vergleichen.
Laufende Kosten nach dem Launch
Eine Website verursacht auch nach dem Go-live Kosten. Diese werden gerne unterschätzt. Hier eine realistische Aufstellung für eine WordPress-Website in Österreich:
| Kostenart | Ungefähre Jahreskosten |
|---|---|
| Domain (.at oder .com) | 15 bis 30 Euro |
| Hosting (managed WordPress) | 120 bis 480 Euro |
| SSL-Zertifikat | 0 bis 50 Euro (oft inklusive) |
| Premium-Plugins (Formular, SEO, Backup, Security) | 100 bis 400 Euro |
| Wartung und Updates | 300 bis 900 Euro |
| Optionale laufende Betreuung (SEO, Content) | 300 bis 1.500 Euro+ |
| Gesamt | ca. 535 bis 3.360 Euro/Jahr |
Wer diese laufenden Kosten nicht einplant, erlebt oft eine böse Überraschung: Eine Website, die niemand wartet, wird langsam, unsicher, und fällt irgendwann aus.
Mehr dazu, was bei der laufenden Website-Betreuung wirklich anfällt und warum Wartung kein Luxus ist, sondern Betriebsinfrastruktur.
Agentur, Freelancer oder Baukasten: Was passt zu Euch?
Keine dieser Optionen ist grundsätzlich besser oder schlechter. Die Frage ist, was Ihr braucht.
Baukasten (Wix, Squarespace, Jimdo)
Günstig im Start, aber monatliche Kosten summieren sich. Eingeschränkte Kontrolle über Technik und Design. Kein eigener Code, kein eigenes Hosting. Gut für sehr einfache Projekte oder als temporäre Lösung. Weniger geeignet, wenn Ihr ernsthaft bei Google gefunden werden wollt oder in ein paar Jahren skalieren möchtet.
Freelancer
Kann eine sehr gute Wahl sein, besonders wenn Ihr einen erfahrenen Allrounder findet. Das Risiko: Freelancer-Qualität variiert stark, Verfügbarkeit ist nicht immer gesichert, und bei komplexen Projekten stoßen Einzelpersonen an Kapazitätsgrenzen.
Agentur
Kostet mehr, bietet aber mehr Struktur, Qualitätssicherung und Langzeitbetreuung. Besonders sinnvoll, wenn Ihr eine Website wollt, die aktiv Anfragen generiert, nicht nur „vorhanden“ ist.
Die Entscheidung hängt letztlich an drei Fragen: Wie wichtig ist die Website für Euer Geschäft? Welche laufende Unterstützung braucht Ihr? Was ist Euer Budget über die nächsten zwei bis drei Jahre?
Was eine günstige Website später teuer machen kann
Der Preis beim Aufbau ist nur ein Teil der Gleichung. Wer heute 800 Euro spart, zahlt das manchmal mehrfach, wenn:
Die Website bei Google nicht gefunden wird
Ohne technische SEO-Basis, saubere URL-Struktur und optimierte Ladezeiten hat eine Website einen schweren Start. Nachträglich SEO zu implementieren ist aufwendiger als es von Anfang an richtig zu machen. Mehr dazu auf unserer Seite zur SEO-Basis für Eure Website.
Design und Technik nach zwei Jahren veraltet sind
Günstige Templates werden oft nicht gepflegt. Wenn das zugrundeliegende Theme oder Plugin nicht mehr aktualisiert wird, entstehen Sicherheitslücken, und ein Relaunch wird unausweichlich.
Konversion ausbleibt
Eine Website, die viele Besucher hat, aber keine Anfragen generiert, kostet Geld ohne Ertrag. Wer Besucher zu Kunden machen will, braucht durchdachte Struktur, klare Calls-to-Action und manchmal aktive Conversion-Optimierung.
Der Wechsel zu einem neuen Anbieter Mehraufwand erzeugt
Wenn eine Website auf einem proprietären System aufgebaut wurde oder schlecht dokumentiert ist, kostet der Wechsel oft mehr als eine Neuerstellung.
Eine Website ist dann teuer, wenn sie nichts bringt. Nicht wenn das Angebot hoch ist.