Was Ihr bekommt, wenn Ihr selbst macht
Bevor die Entscheidung für „erstellen lassen“ fällt, lohnt sich ein ehrlicher Blick auf die Alternative: selbst bauen.
Mit einem Baukasten wie Wix oder Squarespace habt Ihr schnell etwas online. Das Ergebnis ist eine Template-Website mit eingeschränkter Kontrolle: Ihr seid abhängig von der Plattform, habt begrenzte SEO-Möglichkeiten und oft eine monatliche Abo-Gebühr, die über Jahre summiert.
WordPress selbst aufsetzen ist eine Stufe anspruchsvoller: mehr Flexibilität, aber auch mehr technischer Aufwand bei Hosting, Updates und Sicherheit. Wer das Handwerk nicht kennt, verliert schnell Zeit mit Problemen, die professionelle Entwickler in Minuten lösen.
Der entscheidende Punkt: Was kostet Eure Zeit? Wer zwei Wochen damit verbringt, eine mittelmäßige Website zusammenzuklicken, hätte diese Zeit in das eigene Geschäft investieren können.
Mehr zur Entscheidung zwischen den Optionen: Website selbst erstellen oder machen lassen?
Wann es sich lohnt, eine Website erstellen zu lassen
Das Beauftragen lohnt sich, wenn:
Die Website ein Vertriebskanal sein soll. Wer erwartet, dass Anfragen über die Website kommen, braucht mehr als eine digitale Visitenkarte. Struktur, Texte, Conversion-Optimierung, technisches SEO: das sind Disziplinen, die Zeit und Erfahrung brauchen.
Ihr keine Zeit habt, selbst zu lernen und umzusetzen. Eine gute WordPress-Website selbst zu bauen dauert mit Lernkurve Wochen oder Monate. Wer ein Unternehmen führt, hat diese Zeit selten. Professionelle Umsetzung ist schneller und das Ergebnis ist verlässlicher.
SEO von Anfang an wichtig ist. Technische SEO-Basis, saubere URL-Struktur, korrekte Meta-Tags, schnelle Ladezeiten: das nachträglich einzubauen ist teurer als es von Anfang an richtig zu machen. Ein Profi baut das von Beginn an mit ein.
Das Projekt komplexer ist. Buchungssystem, Online-Shop, Mitgliederbereich, Mehrsprachigkeit, API-Anbindungen: das ist Entwicklungsarbeit. Hier braucht es einen Fachmann, egal wie gut das eigene Vorwissen ist.
Was viele unterschätzen: die Zeit nach dem Launch
Der Launch ist nicht das Ende. Er ist der Anfang. Eine Website braucht nach dem Go-live:
Laufende Updates. WordPress, Plugins und Themes müssen regelmäßig aktualisiert werden. Veraltete Software ist ein Sicherheitsrisiko. Mehr dazu: WordPress Wartungspaket
Inhaltspflege. Neue Leistungen, veränderte Preise, aktuelle Referenzen: Eine Website, die nicht gepflegt wird, veraltet schnell.
SEO-Arbeit. Eine technisch saubere Website rankt nicht automatisch. Keywords, Content, lokale Optimierung: das ist kontinuierliche Arbeit.
Wer eine Website erstellen lässt und dabei auch die Nachbetreuung klärt, hat weniger böse Überraschungen nach dem Launch. Fragt Euren Dienstleister konkret: Was passiert nach dem Go-live? Wer ist zuständig für Updates und Probleme?
Was kostet eine professionell erstellte Website?
Realistische Preisbereiche in Österreich:
| Art der Website | Preisbereich (netto) |
|---|---|
| Einfacher Onepager | 800 bis 2.000 Euro |
| KMU-Website (5 bis 12 Seiten) | 1.500 bis 5.000 Euro |
| Individuelles Design, komplexere Funktionen | 4.000 bis 12.000 Euro |
| WooCommerce-Shop | 3.000 bis 15.000 Euro+ |
Dazu kommen laufende Kosten für Hosting, Domain, Wartung und optional SEO-Betreuung. Mehr im Detail: Was kostet eine Website in Österreich?
Agentur, Freelancer oder doch selbst machen?
Das ist letztlich eine Frage nach Eurer Situation: Budget, Zeit, technisches Know-how und wie wichtig die Website für Euer Geschäft ist.
Baukasten
Günstig, schnell, eingeschränkt. Für einfache Visitenkarten-Seiten.
Freelancer
Oft günstiger als Agenturen, direkter Kontakt, Qualität variiert.
Agentur
Mehr Struktur, Breite und Verlässlichkeit. Für Projekte, bei denen das Ergebnis kritisch ist.
Den vollständigen Vergleich findet Ihr hier: Agentur, Freelancer oder Baukasten?
FAQ zum Website erstellen lassen
Was kostet eine professionelle Website erstellen zu lassen? Für eine KMU-Website in Österreich liegt der realistische Bereich bei 1.500 bis 5.000 Euro, je nach Umfang, Design und Anbieter. Ein einfacher Onepager für Selbstständige startet unter 1.000 Euro. Komplexere Projekte mit individuellem Design oder Shop-Funktionen kosten mehr. Was entscheidend ist: Was steckt im Angebot drin? Texte, SEO, Hosting, Schulung? Vergleicht immer den Leistungsumfang, nicht nur den Preis.
Wie lange dauert die Erstellung einer professionellen Website? Eine Standard-KMU-Website braucht bei einer Agentur oder einem erfahrenen Freelancer typischerweise 3 bis 6 Wochen von der Beauftragung bis zum Go-live. Was die Dauer am stärksten beeinflusst: wie schnell Inhalte, Bilder und Feedback vom Auftraggeber kommen. Wer Material zeitnah liefert, bekommt die Website auch zeitnah.
Lohnt sich eine eigene Website noch oder reicht Social Media? Eigene Website und Social Media haben unterschiedliche Rollen. Social Media bringt Reichweite und Interaktion, aber der Algorithmus entscheidet, wen wann welcher Post erreicht. Eure Website gehört Euch: kein Algorithmus, keine Plattformabhängigkeit, volle Kontrolle über Inhalt und Darstellung. Für Unternehmen, die langfristig auf Google gefunden werden wollen, ist die eigene Website unverzichtbar. Social Media kann das nicht ersetzen.
Was sollte in einem Angebot für eine Website enthalten sein? Mindestens: Konzept und Strukturplanung, Design für Desktop und Mobile, technische Umsetzung, technische SEO-Basis (Ladezeiten, Meta-Tags, Sitemap), Kontaktformular, Schulung zur Bedienung, Übergabe aller Zugangsdaten. Was oft separat kalkuliert wird und ihr konkret fragen solltet: Texte (Copywriting), Fotos, laufender Support und Wartung.
Kann ich eine Website nach dem Launch selbst pflegen? Mit WordPress ja, wenn Ihr geschult werdet und die Zeit habt. Ein guter Dienstleister zeigt Euch, wie Ihr Inhalte, Bilder und Texte selbst aktualisieren könnt. Was Ihr für technische Updates und Sicherheit überlegen solltet: entweder selbst lernen und regelmäßig Zeit investieren, oder einen Wartungsvertrag abschließen.